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Gespräch und Meditation

Wer bin ich?
Was ist der Sinn des Lebens?

Gespräch und Meditation bringen Verständnis und
bieten praktische Hilfe, um Frieden in sich selbst zu
finden - für die tiefste und umfassendste Heilung.

GOTT hat viele Namen, so wie auch Wasser von jedem Volk anders bezeichnet wird - aber das Trinken und erfrischt sein ist überall gleich. Unser Denken lebt mit Feststellungen, toten Begriffen, die nur von anderen übernommen sind und unser eigentliches Leben nicht fassen können. So meint der Verstand, dass 1 + 1 = 2, aber allein das Herz weiß um die EINS. Die Denkweise der Maschinenwelt kann die Fülle und den Reichtum des Lebens nicht erfahren. Wenn jemand sagt, er glaube nicht an Gott, so meint er einen Gottesbegriff. Den soll ja auch niemand mit Gott verwechseln! Und jede religiöse Schulung führt gerade fort von diesen Bildern. " Du sollst dir keine Bildnis machen" .

Kann aber jemand ernsthaft sagen, er glaube nicht, dass er lebt, dass er da ist? Unser Dasein und unser Alltag ist das, was wir aus Gott gemacht haben. Denn was heißt Allgegenwart anderes als LEBEN? Da wir ein objektiviertes Leben führen und uns selbst als Gegenstand erfahren, dem andere Dinge entgegenstehen, haben wir auch Gott objektiviert und fest-gestellt. Wir tun so, als ob wir Ihn kennen und besitzen, indem wir einen Namen und Gedanken über Ihn haben. Wir haben Ihn zeitlich auf Sonn- und Feiertage und räumlich auf die Kirche beschränkt. Der Verstand be-haupt-et und vereinnahmt Bilder und Begriffe, die er beherrschen und manipulieren und über die er selbstherrlich streiten kann.

Gott kann Sich nur Selbst erklären, da Er absolut ist, kann niemand wirklich über Ihn sondern lediglich zu Ihm sprechen. Und sprechen heißt hier vor allen lauschen, sich Ihm öffnen, an Ihm teilnehmen. Wie viele Menschen führen Gebete, bei denen es sich ständig nur um sie selbst dreht: wirkliche Kommunion, Einheit mit Gott allein kann uns nur Frieden geben. Um ein reiches, erfülltes Leben zu führen, müssen wir Moment für Moment erfahren, was Christus meinte, als er sagt:
"Ich Bin das LEBEN" und
"der Vater ist es, Der die Werke tut" .

So wie der Verstand be-haupt-et,
wird religiöse Wahrheit erst erfahren, wenn man sie beherzigt.


Hinter aller Unruhe, allen Wünschen steht der eine wahre Wunsch, die wahre Sehnsucht, die unbeschreiblich ist und durch nichts Sagbares ersetzt werden kann. Deshalb weisen alle alltäglichen Wünsche auf eine Ursehnsucht hin und es gibt daher im Äußeren keine bleibende Erfüllung. Denn unser EIGEN-tliches Wesen ist nicht objektivierbar. Es kann deshalb durch keine äußere Handlung noch durch einen mentalen Vorgang erreicht werden, da alles Erreichbare im Objektiven liegt und den Zwiespalt zwischen ‚ich' und ‚du' in sich trägt.
Wenn der Geist dieser unüberbrückbaren Spaltung tief inne wird, kommt ein Stillstand - ein Moment von Demut und Hingabe - in der er von wahrer Gnade erfasst und aufgenommen werden kann, ein unbeschreiblichen Innewerden der wahren Inneseins. Ein Vorgang der Befreiung findet deshalb statt, wenn eine Aufgabe und Verlagerung von kompensatorischer Pseudoerfüllung zu wahren Urfrage hin erfolgt, ein Sich erinnern, Innehalten, Innewerden, Innesein.


Sind es nicht die glücklichsten Momente des Lebens, wenn wir ganz still sind? Keine gemachte Freude durch Essen oder andere Sinnenreize kommt einem Moment wahrer Stille gleich. Warum ist in unserem Leben dafür kein Raum? Ist nicht Stille das innerste Verlangen eines jeden Herzens? Vor jedem Klang, nach jedem Wort: Stille ist ständig der Hintergrund, der alle Geräusche unterscheidbar macht, so wie Papier die Buchstaben trägt. Wir könne sie also nicht ‚machen' - sie macht uns! -Wir können ihr lediglich Raum geben. Stille ist Raum, Stille ist Zeit, Stille ist Leben, das ich und du umfaßt und einigt. Wenn wir keine Zeit haben, haben wir keinen Raum für Unvorhergesehenes und unser Leben ist blass und mechanisch und wir ‚suchten' nach immer stärkeren Reizen, die ein Lebensgefühl aus uns stimulieren sollen. Medien liefern lediglich ein Pseudogefühl in ein größeres Ganzes zu gehören. Geben wir aber Stille Raum, geben wir ihr Zeit, macht sie uns glücklich und einfach. So konnte Franziskus die Armut verherrlichen, da er seine Freude schon in sich trug. Da die Stille ihn offen machte, hatte er Raum für die fülle der Schöpfung. Stille allein kann unsrem Leben wieder Tiefe und Farbe geben. Der Verstand ist rastlos, das Herz von Natur aus still.




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Gott hat viele Namen…

GOTT hat viele Namen, so wie auch Wasser von jedem Volk anders bezeichnet wird - aber das Trinken und erfrischt sein ist überall gleich...
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